Burg Kerpen
Eine der markantesten Burgen der Eifel mit über 700 Jahren Geschichte.
Geschichte
Die Burg
Die Burg Kerpen thront auf einem Bergsporn über dem gleichnamigen Eifeldorf und zählt zu den eindrucksvollsten Burgen der Vulkaneifel. Erstmals urkundlich erwähnt im 12. Jahrhundert, war die Burg über Jahrhunderte Sitz der Herren von Kerpen.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach den Besitzer. Während des Dreißigjährigen Krieges und der Französischen Revolution wurde die Burg teilweise zerstört. Trotzdem sind noch beeindruckende Mauerreste und der Bergfried erhalten geblieben.
Persönlichkeit
Fritz von Wille
Der berühmte Eifel-Maler Fritz von Wille (1860–1941) erwarb die Burg und lebte dort. Von der Burg aus malte er seine berühmten Eifellandschaften, die ihn weit über die Region hinaus bekannt machten. Sein Atelier befand sich in den restaurierten Räumen der Burg.
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Persönlichkeit
Alfred Andersch
Der Schriftsteller Alfred Andersch (1914–1980) setzte der Burg Kerpen in seinem Roman „Winterspelt" ein literarisches Denkmal. Der Roman spielt in der Eifel während der Ardennenoffensive im Winter 1944/45.
Mehr über Alfred Andersch erfahrenChronik
Bewohner der Burg seit 1911
- 1911–1941: Fritz von Wille, Maler. Kauft die Burg, richtet sein Atelier ein und lebt dort mit seiner Familie bis zu seinem Tod.
- 1950–1952: Alfred Andersch, Schriftsteller. Wohnt zeitweilig auf der Burg, pendelt als Rundfunkredakteur zwischen Kerpen und Frankfurt/Hamburg/Stuttgart.
- Nach 1952: Demag-Schulungsheim. Die Burg wird als Schulungs- und Tagungshaus genutzt.
- 1969–2007: Kreis Neuss, Landschulheim. Schülerinnen und Schüler aus dem Rheinland verbringen hier ihre Schullandheimaufenthalte.
- 2007: Eine niederländische Familie erwirbt die Burg vom Kreis Neuss.
- Ab 2016: Die Burg dient vorübergehend als Unterkunft für Geflüchtete.
- Ab 2018: Eine Familie aus Bonn kauft die Burg und bewohnt und pflegt sie seitdem.